LANG GESUND LEBEN
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Matcha - Was muss beim Trinken beachtet werden?
Matcha ist ein grüner Tee aus beschatteten Teeblättern. Beim Überschatten durch z.B. Bambusmatten wird der Chlorophyllgehalt des Blattes erhöht, der zum Umami-Geschmack beiträgt.
Preise
Herbere schmeckender Matcha ist meist günstiger, wobei die milden Sorten eher hochpreisiger sind.
Lagerung
Matcha sollte luftgeschützt, am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden.
EGCG
Eine Portion Matcha entspricht etwa einem Gramm Matcha. Ein Gramm Matcha enthält etwa 1300 ORAC-Einheiten und 120 mg Catechine insgesamt. Davon sind etwa 66mg Epigallocatechingallat (EGCG).
EGCG reduziert sich um bis zu 12% wenn es in Wasser für 30 Minuten gekocht wird. Da man jedoch den Matcha meist mit nicht mit kochendem Wasser aufrührt kann man davon ausgehen, dass der EGCG-Gehalt stabil bleibt.
Entzündungshemmend
Epigallocatechingallat gehört wie auch Curcumin, Colchicin, Resveratrol, Capsaicin oder Quercetin zu den bekanntesten pflanzlichen entzündungshemmenden Verbindungen.1
Interaktionen
Matcha sollte nicht zusammen mit eisenhaltigen Lebensmitteln aufgenommen werden, da sich beide jeweils bei der Aufnahme behindern und somit eine Eisenmangel-Anämie begünstigen könnten. Neben Eisen kann grüner Tee auch Kupfer und Chrom sowie Cadmium binden.
Zudem empfiehlt es sich Magnesium nicht zusammen mit Matcha einzunehmen und den grünen Tee mit weichem (calciumarmen) Wasser zuzubereiten.
Eine Ernährung, die reich an der Aminosäure Methionin ist, zeigte in eine Studie2, dass sie die gesundheitsfördernde Wirkung von Kaffee aufhob. Methionin ist u.a. in Milch und Eiern enthalten.

Piperin
Die Bioverfügbarkeit von Matcha soll durch Piperin, Vitamin C und Öl verbessert werden. Piperin ist ein Alkaloid, der in schwarzem Pfeffer vorkommt.
Beachte hierbei, das Piperin das Enzym Cytochrom P450 (CYP450) in der Leber hemmt. Hier insbesondere das Enzyms CYP3A4. Dieses Enzym ist wichtig für die Entgiftung und Abbau von Arzneimittel im Körper.
Neben einigen Antibiotika (Clarithromycin, Erythromycin und Telithromycin), antiretrovirale Medikamenten sowie Antimykotika (Ketoconazol und Itraconazol) hemmt auch Grapefruitsaft und Johanniskraut die Aktivität des Enzyms CYP3A4.
Koffein reduzieren
Grüner Tee enthält Koffein und sollte daher eher nicht Abends getrunken werden. Studien zeigten jedoch, dass erst der abendlich getrunkene grüne Tee blutzuckersenkend wirkte. Koffein löst sich besonders stark, umso heißer das Wasser ist, demnach könnte ein lauwarm zubereiteter Tee weniger Koffein lösen.
Stressreduzierend
L-Theanin, das ebenfalls im grünen Tee enthalten ist, soll zudem die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin reduzieren. Die Teezeremonie aus Asien besitzt eine lange Tradition und wirkt selbst ebenfalls stressreduzierend.
Quellen
- 1↑ https://www-ncbi-nlm-nih-gov.translate.goog/pmc/articles/PMC4060065/
- https://academic.oup.com/cdn/article/1/2/1/4558629
- https://gut.bmj.com/content/43/5/699
- https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ccr3.707
- https://matcha.de/
- https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/gar-nicht-so-harmlos-gruenteeextrakt-80386
- https://www.scinexx.de/news/medizin/kaffee-schwarz-ist-besser/